Mühldorf am Inn
Montag 02.02.2026:
Es gibt zahlreiche verschiedene und vielfältige Möglichkeiten, um die historisch bedeutende und kulturell reichhaltige Stadt Mühldorf am Inn von Übersee aus auf bequeme Weise mit dem Zug zu erreichen. Auf meinem persönlichen Hinweg wälte ich die Verbindung über die Bahnhöfe in Freilassing, Laufen und Garching an der Alz. Zwischen dem 25. Januar und dem 6. Februar 2026 finden jedoch erforderliche und geplante Bauarbeiten an der Strecke zwischen Rosenheim und Salzburg statt, was berechtigterweise zu Anpassungen und Veränderungen im Fahrplan führt. Zudem wurde zwischen Übersee und Prien am Chiemsee ein Schienenersatzverkehr eingerichtet, um die Reisenden bestmöglich zu unterstützen. Daher ist es immer ratsam, sich in der praktischen DB-App über die aktuellen Verbindungen und eventuelle Änderungen zu informieren. Dennoch sollten Sie nicht blind auf alle Informationen vertrauen und kritisch bleiben. Während der Fahrt zwischen Übersee und Freilassing wurde eine Verspätung von etwa 30 Minuten angekündigt, was jedoch in der Realität nicht ganz zutraf. An jedem Halt wurde darüber informiert, dass die Verbindung in Freilassing nicht mehr available sei; doch nach dem Verlassen des Bahnhofs kam überraschend die Mitteilung, dass die Verbindung nun doch zum Nutzen aller Reisenden genutzt werden kann. Bewahren Sie Ruhe und lassen Sie sich nicht zu früh entmutigen, denn das Reisen kann oft unvorhersehbare Wendungen nehmen.
Die Fahrt von Freilassing nach Mühldorf verlief wie geplant und ohne weitere Schwierigkeiten. Ich muss sagen, dass die wunderbare Strecke über Laufen und Tittmoning-Wiesmühl landschaftlich äußerst reizvoll und atemberaubend ist. Beachten Sie bitte, dass das österreichische Mobilfunknetz manchmal erheblich besser sein kann als das deutsche, was manchmal einen erheblichen Unterschied ausmachen kann. Sollten Roaminggebühren anfallen, empfiehlt es sich, das Handy in den Flugmodus zu versetzen, um ungewollte Kosten zu vermeiden. So haben Sie die wunderbare Gelegenheit, die beeindruckende Natur entlang der Strecke in vollen Zügen und mit allen Sinnen zu genießen. Es lohnt sich auf jeden Fall, einen solchen Ausblick zu genießen und die Reise zu einem besonderen Erlebnis zu machen!
Nach meiner Ankunft in Mühldorf am Bahnhof führte mein erster Weg mit voller Vorfreude direkt in die wunderschöne historische Altstadt. Dies lässt sich bequem zu Fuß in einer Zeitspanne von etwa 10 bis maximal 15 Minuten bewältigen, sodass es eine angenehme Strecke ist. Seien Sie jedoch darauf vorbereitet, eine recht steile Treppe zu meistern, die ein wenig Anstrengung erfordert. Für diejenigen, die einen barrierefreien Zugang bevorzugen oder Schwierigkeiten mit Treppen haben, gibt es allerdings auch einen alternativen Weg, der eine angenehme Möglichkeit bietet. Sie gelangen dann in die Nähe des Finanzamtes und des Nagelschmiedturms. Der imposante Nagelschmiedturm ist schwer zu übersehen, und von dort aus ist es wirklich nicht weit bis zur charmanten historischen Altstadt, die viele faszinierende Geschichten zu erzählen hat.
Was mich an Mühldorf am Inn besonders begeistert und fasziniert, ist die Tatsache, dass die historische Innenstadt weitgehend als Einbahnstraße für den Autoverkehr konzipiert ist. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, ganz entspannt und ohne Hektik über den einladenden Stadtplatz zu schlendern. Sie können auch einen wunderbaren Altstadtspaziergang unternehmen, der viele kleine Schätze bereithält. Mein persönliches Highlight während dieses Spaziergangs ist das Jagdmuseum. Auch wenn dieses ganz besondere Museum nur am Mittwoch geöffnet hat, lohnt sich der Besuch auf jeden Fall und wird Ihnen viel Freude bereiten. Allein die vielen liebevoll gestalteten, handgemachten Kacheln und Schilder an der Außenwand sind einen Blick wert und laden zum Verweilen ein. Lesen Sie die Schilder, und Sie werden sicher die eine oder andere interessante Weisheit für sich entdecken, die Ihre Neugier anregt.
Am Stadtplatz finden sich viele bedeutende Institutionen, die einen Besuch wert sind, wie das Rathaus, sowie zahlreiche charmante Geschäfte, die zum Bummeln und ausgiebigen Einkaufen einladen und dabei immer wieder für Entdeckungen sorgen. Auch die Gastronomie kommt hier nicht zu kurz – Sie haben die Auswahl aus vielen gemütlichen Restaurants und einladenden Cafés, die sicher etwas für jeden Gaumen und jedes kulinarische Bedürfnis bieten.
Mein Weg führte mich zur Kirche St. Nikolaus, die sich in unmittelbarer Nähe zur Altstadt befindet und ein wahres Juwel der Region ist. In dieser Kirche haben Sie die Gelegenheit, einen Moment der inneren Ruhe zu finden und neue Energie für den Tag ungestört zu tanken. Der wunderschöne Innenraum lädt dazu ein, Gedanken zu ordnen und über den Sinn des Lebens in aller Ruhe nachzudenken. Genießen Sie die wohltuende Stille mitten im Trubel des hektischen Alltags.
Unweit der Kirche befindet sich auch die Stadtbücherei im nostalgischen Kornkasten. Direkt gegenüber liegt der Haberkasten, wo regelmäßig vielfältige kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Werfen Sie unbedingt einen Blick auf das Programm – eventuell ist etwas Interessantes und Spannendes für Sie dabei, das Ihre Neugier weckt!
In unmittelbarer Nähe befindet sich auch das Kreismuseum. Achten Sie bei Ihrer Planung auf die Öffnungszeiten, denn ein Besuch im Museum sollte fest eingeplant werden, um keine der vielen Schätze zu verpassen. Hier können Sie viel über die faszinierende Geschichte und die Bedeutung der Stadt erfahren und somit tief in die lokale Kultur eintauchen. Genießen Sie die ansprechend gestalteten Exponate und lassen Sie sich inspirieren.
Wenn Sie in Mühldorf am Inn Entspannung oder sportliche Aktivitäten suchen, können Sie gerne das Hallenbad mit Sauna nutzen. Ein Hallenbad in Oberbayern ist schließlich keine Selbstverständlichkeit und bietet eine hervorragende Möglichkeit zur Erholung!
Am frühen Abend musste ich leider die Stadt verlassen und meinen Heimweg antreten, was mir durchaus leid tat. Am Bahnhof traf ich auf eine merkwürdige und durchaus unvergessliche Begegnung mit Schülern, die in einem anderen Zug saßen. Während ich am Bahnsteig auf meinen verspäteten Zug wartete, fiel mein Blick zufällig auf den abfahrbereiten Zug nach Burghausen. Darin saßen vier Schülerinnen, die sich gegenseitig Fotos auf ihrem Tablet zeigten, was einen sehr lebhaften Eindruck hinterließ. Sie luden mich freundlich ein, die Bilder ebenfalls zu betrachten, die ich zwar nicht genau erkennen konnte, aber es schienen wirklich interessante und kreative Motive zu sein. Ich gab ihnen ein positives Feedback mit einem Daumen nach oben für die gelungenen Fotos und einem Daumen nach unten für die weniger attraktiven, was sie sichtlich erheitert hat. Als der Zug schließlich abfuhr, winkten die jungen Leute freundlich zum Abschied, was die gesamte Situation sehr charmant machte. Diese Begegnung war schon etwas kurios, aber so ist das Leben nun mal, voller unerwarteter Momente. Der Lokführer, der den Zug nach Traunstein übernahm, fragte mich sogar, was die Schüler von mir wollten, da er so etwas in dieser Form noch nie zuvor erlebt hatte und er anscheinend auch sehr neugierig war.
Für meinen Rückweg wählte ich eine Zugverbindung über Garching, Trostberg und Traunreut nach Traunstein. Da ich diese Orte durch meine Arbeit in der Suchthilfe gut kannte und bereits viele Erfahrungen dort gesammelt hatte, war es spannend, die Strecke aus der Perspektive eines Zugpassagiers neu zu erkunden und die Landschaft auf mich wirken zu lassen. Dabei stellte ich fest, dass der Wasserstand in der Alz sehr niedrig war, ebenso wie im Alz-Kanal, was mir Sorgen bereitete. Es ist erschreckend zu sehen, wie wenig Wasser im Winter in den Flüssen und Bächen Bayerns tatsächlich fließt, und das kann langfristig negative Folgen haben.
Von Traunstein aus setzte ich meine Reise mit der RE 5 von Salzburg nach München fort, was mir ein gewisses Gefühl der Vorfreude vermittelte. Die Fahrt begann erfreulich pünktlich und ohne nennenswerte Zwischenfälle, was oft genug nicht der Fall ist, und ich konnte die Zeit genießen.
Interessanterweise kam es in Marquartstein am Rathaus zu einer unerwartet erfrischenden Begegnung. Eigentlich wollte ich nur ein Buch, das ich doppelt hatte, in den Bücherschrank stellen, um es einem anderen Leser zugänglich zu machen. Beim Aussteigen begrüßte ich zufällig zwei Schülerinnen mit einem freundlichen „Salü“, um nicht unhöflich an ihnen vorbeizugehen und ihnen die Wertschätzung zu zeigen. Daraufhin fragten sie mich: „Sprechen Sie Französisch?“ Ich antwortete, dass ich nicht Französisch spreche, sondern einfach höflich sein wollte und in der Schule eine Vorliebe für Physik und Mathematik hatte, was uns sofort verbunden hat. Sie entgegneten, dass es bei ihnen genau umgekehrt sei und sie viel mehr Interesse für die Sprachen hätten. Wir kamen ins Gespräch und stellten fest, dass Marquartstein nicht gerade ein Hotspot für Jugendliche ist, im Gegensatz zu großen Städten wie München, wo viel mehr geboten wird. Für ältere Menschen wie mich hat der Ort jedoch seine Vorzüge, da man hier wunderbar Ruhe und die unberührte Natur genießen kann. Trotzdem würde ich die Vorteile einer lebhaften Stadt auch sehr schätzen und freue mich riesig darauf, mit dem Deutschlandticket zu reisen und darüber zu berichten, welche spannenden Erfahrungen ich dabei mache und welche neuen Begegnungen mir begegnen werden.
Mein Tagesausflug nach Mühldorf am Inn wird mir sicherlich noch einige Tage lang lebhaft in Erinnerung bleiben, denn es war wirklich ein schöner Tag. Oberbayern hat viel zu bieten, sei es in Form kleiner charmanter Orte mit dichter und schöner Natur oder pulsierenden, lebhaften Städten. Hier findet man alles, was das Herz begehrt, und das macht die Region so lebenswert und attraktiv für viele Menschen.