Mittenwald

Samstag 21.02.2026:

Anreisesamstag voller Schnee, Regen und noch mehr Urlauber als erwartet. Meine Reise begann in Übersee, wo ich mit dem Zug nach München HBF fuhr. Erstaunlicherweise fuhr der Zug pünktlich ab, obwohl er zuvor eine Verspätung im Ausland hatte, was ich zunächst nicht erwartet hatte. Zwar meldete die DB Navigations-App erneut, dass die gewählte Verbindung nicht fahrbar sei, doch als ich am Bahnhof in Übersee ankam, bestätigte die App plötzlich, dass alles wie geplant und ohne weitere Probleme verlaufen würde. Da die Umsteigezeit in München recht knapp bemessen ist – ich musste von Gleis 9 zu Gleis 27 laufen – blieb mir leider keine wertvolle Zeit für meinen geliebten, heiß ersehnten Kaffee. Doch ich erreichte meinen Anschlusszug nach Innsbruck problemlos, und am Hauptbahnhof hatte ich sogar die Chance, einen bequemen Sitzplatz zu ergattern, was in der Regel nicht immer so einfach ist. Da die Wetterbedingungen in den Alpen hervorragende Skimöglichkeiten boten und die verschneiten Pisten genau das richtige Ambiente für einen perfekten Skitag lieferten, haben sich viele Münchner selbstverständlich in die Züge gesetzt, um dieses ideale Wetter und die fantastischen Schneeverhältnisse optimal auszunutzen.

Natürlich waren neben der sperrigen Skiausrüstung auch zahlreiche Reisekoffer mit an Bord, um sicherzustellen, dass jeder alles Notwendige für seinen Aufenthalt in den Bergen dabei hatte. Ab München-Pasing wurde der Zug so voll, dass viele Fahrgäste nur noch einen Stehplatz finden konnten, was die Atmosphäre umso lebendiger machte. Die Bahnstrecke von München über Tutzing nach Garmisch-Partenkirchen bietet atemberaubende landschaftliche Eindrücke, die Reisende schnell in ihren Bann ziehen. Hier haben Sie die wunderbare Möglichkeit, den Tegernsee in seiner vollen Pracht und Schönheit zu erleben. Der Weg führt vorbei an malerischen Wäldern, charmanten kleinen Orten und glitzernden Seen, die das Gesamtbild noch perfekter machen. Ab Garmisch-Partenkirchen wird der Zug etwas leerer, sodass Sie die wunderbare Landschaft entlang der eingleisigen Strecke in Ruhe und voller Entspannung genießen können. Selbst die beeindruckende Sprungschanze lädt zum Staunen und Bewundern ein, wenn man ihre majestätische Struktur sieht. Am Bahnhof Klais besuchen Sie den höchsten Bahnhof in Bayern, der beeindruckende 933 Meter über dem Meeresspiegel liegt und damit ein besonders spannendes Reiseziel darstellt. Von dort führt die Strecke zunächst talwärts, bevor Sie am Bahnhof Mittenwald wieder etwas höher ankommen, was die Vorfreude auf die herrliche Berglandschaft steigert. An diesem Punkt endet für die Zugreisenden mit dem Deutschlandticket die Reise, doch die Erinnerungen bleiben lebendig.

Bei meiner Ankunft am Bahnhof wollte ich zuerst direkt ins Hotel, um mein Gepäck bequem auf mein Zimmer zu bringen und mich frisch zu machen. Ein großer Vorteil des Hotels ist, dass es nur etwa 6 Fußminuten vom Bahnhof entfernt liegt und sich direkt darunter ein Edeka-Supermarkt befindet, der zum Einkaufen einlädt und eine tolle Auswahl bereithält. So konnte ich mich mit Getränken und Snacks für das gesamte Wochenende eindecken, was sich als sehr praktisch erwies. Zudem gibt es in dem Edeka auch einen kleinen Bäcker mit einem schmackhaften Mittagstisch, wo ich die Möglichkeit hatte, ein frisch zubereitetes Mittagessen zu einem fairen Preis zu genießen, was einen perfekten Start in meine Zeit dort darstellte.

Nach meinem stärkenden Snack und dem ausführlichen Einkauf ließ ich es mir trotz des unangenehmen Regens nicht nehmen, einen kleinen Abstecher in den charmanten Ort zu machen. Besonders aufgefallen sind mir die zahlreichen kleinen Cafés und ausgezeichneten Restaurants, die ihre Gäste mit verlockenden Angeboten verwöhnen, die nicht nur einladend sind, sondern auch geschmacklich überzeugen. Da nur wenige Personen bei dem schlechten Wetter unterwegs waren, hatte ich die wunderbare Gelegenheit, die Angebote genauer und in aller Ruhe zu erkunden. Die Speisen, die hier serviert werden, sind regional und in der Regel von Bio-Qualität, was den Genuss noch weiter steigert.

Neben diesen gastronomischen Highlights gibt es natürlich auch einige lokale Einzelhändler, engagierte Kunsthandwerker und talentierte Geigenbauer. Die Stadt ist berühmt für ihren Geigenbau, der hier eine lange Tradition hat und auf hervorragende handwerkliche Fähigkeiten zurückblicken kann.

Ein Besuch der St. Peter und Paul Kirche in Mittenwald sollte an einem regnerischen Tag auf keinen Fall fehlen. Dies liegt nicht nur daran, dass Sie in der Kirche vor dem trüben Wetter geschützt sind und die spätbarocke Pracht des Gebäudes bewundern können, sondern auch, weil Sie hier die hervorragende Möglichkeit haben, die Erlebnisse des Tages in aller Ruhe zu reflektieren und neue Energie für die kommenden Herausforderungen zu tanken. So kann ein regnerischer Tag in aller Ruhe und Gemütlichkeit ausklingen.

Sonntag 22.02.2026:

Nach einer ausgesprochen angenehmen und erholsamen Nacht in meinem Hotel konnte ich erneut das köstliche, vielfältige und reichhaltige Frühstück in vollen Zügen genießen. Besonders bemerkenswert war, dass viele Familien zusammen mit ihren Kindern hier übernachteten. Das hervorstechende Preis-Leistungs-Verhältnis und die ideale Lage des Hotels in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof sprechen sicherlich dafür, dass es hier viele zufriedene Gäste gibt. Der historische Ortskern, mit seinen charmanten Gassen und Geschäften, ist zudem bequem und schnell zu Fuß erreichbar.

Beim Verlassen des Hotels traf ich auf zwei Urlauberinnen, die ein wenig unsicher waren, ob sie noch auschecken müssten oder nicht. Da ich bereits viel Erfahrung mit B&B Hotels habe, informierte ich sie höflich, dass ein Auschecken nicht erforderlich sei. Man kann das Hotel ganz problemlos ohne vorherige Mitteilung verlassen, da der Zugangscode für die Zimmer gegen Mittag ungültig wird. 

Sie erklärten mir, dass es ihr erstes Mal in einem B&B Hotel sei, ihnen dies aber sehr gut gefalle und sie der Meinung seien, dass man hier alles bekommt, was man echt benötigt, um den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.

Tagsüber hält man sich kaum im Hotel auf, denn stattdessen gibt es in einem malerischen und charmanten Ort wie Mittenwald vieles zu entdecken und zu erleben. Ein weiterer bedeutender Vorteil dieser Übernachtungsart besteht darin, dass die lokale Gastronomie erheblich unterstützt wird, da nicht alles vom Hotel organisiert und bereitgestellt ist. Durch diese Vielfalt an Angeboten haben auch kleine und mittelständische Betriebe die wunderbare Möglichkeit, direkt mit den Touristen zu interagieren, ihr Geschäft auszubauen und ihre kulinarischen Köstlichkeiten zu präsentieren.

Besonders prägend und einzigartig für Mittenwald ist der Geigenbau, weshalb ein Besuch im Geigenbaumuseum auf keinen Fall fehlen sollte, wenn man in der Region verweilt. Das Museum bietet nicht nur spannende und faszinierende Einblicke in die Kunst des Geigenbaus, die stark mit dem Meister Matthias Klotz und seiner talentierten Familie verbunden ist, sondern auch umfassende Informationen über die Handels- und Gewerbegeschichte des Ortes und der Umgebung. Zudem erfährt man mehr über die bedeutende politische und wirtschaftliche Entwicklung in Mittenwald, die sich als wichtiges Handelszentrum zwischen Bayern und Tirol etablierte und einen wesentlichen Einfluss hatte. Mittenwald blickt stolz auf eine lange und bewegte Geschichte zurück, in der der Geigenbau eine ganz besondere Rolle spielte und weiterhin spielt. Die Gründung der Geigenbauschule führte zu einem Wandel im Handwerk; ursprünglich diente die Schule als Musterwerkstatt, in der talentierte Jungen ausgebildet wurden, um sie überwiegend in weniger qualifizierter Heimarbeit einzusetzen. Seit 1923 hat sich die Ausbildung jedoch professionalisiert, und die Absolventen schließen mit einem anerkannten Gesellenbrief ab, der ihre Fähigkeiten und ihr Wissen in diesem besonderen Handwerk zertifiziert.

Ein ganz besonderes Augenmerk gilt der Kultur Mittenwalds, die für ihre Einzigartigkeit und Vielfalt bekannt ist. Dabei dürfen die handgeschnitzten Holzlarven auf keinen Fall fehlen, da sie das kulturelle Erbe der Region auf besonders lebendige Weise verkörpern. Die Exponate im Museum bestechen durch ihre meisterlich-handwerkliche Kunst, die sowohl Tradition als auch Innovation in sich vereint.

Bis zum 7. Juni 2026 haben Sie die wunderbare Möglichkeit, die faszinierende Sonderausstellung Der Stein, der brennt und heilt. Ölschieferbergbau im Karwendel“ zu bewundern. Diese herausragende Ausstellung begeistert durch ihre eindrucksvolle Präsentation, die alle Sinne anspricht – auch den Geruchssinn, der hier eine einzigartige Rolle spielt. Lassen Sie sich auf ein spannendes Abenteuer ein und entdecken Sie die Geheimnisse des Ölschieferbergbaus auf eine völlig neue Art!

Ich kann Ihnen nur wärmstens empfehlen, Mittenwald nicht ohne einen Besuch dieses faszinierenden Museums zu erkunden. Der charmante Ort wäre ohne die kulturellen Schätze, die hier untrennbar verbunden sind, nur halb so schön und ansprechend.

Selbstverständlich weiß die Region auch mit zahlreichen weiteren Attraktionen und beeindruckenden Naturerlebnissen zu überzeugen, die jeden Besucher in ihren Bann ziehen.

Ein Besuch im Café am Obermarkt ist ein absolutes Muss für jeden, der die Region besucht. Der Gastraum besticht durch seine charmante, liebevoll gestaltete Einrichtung und das freundliche, gut gelaunte, stets hilfsbereite Personal. Zudem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis mehr als fair und überzeugt so selbst die anspruchsvollsten Gäste.

Wie Sie auf meinen Bildern, die die Atmosphäre schön einfangen, sehen können, war das Wetter an diesem Wochenende leider nicht optimal für einen Ausflug. Am Sonntag jedoch zeigte sich der Regen deutlich weniger stark und häufig als am Samstag zuvor, sodass man die Zeit in der Stadt insgesamt angenehm und entspannt verbringen konnte.

Montag 23.02.2026:

Abreise Tag.

Nach einer wirklich hervorragenden Nacht im Hotel konnte ich am frühen Morgen aufstehen und direkt zum Frühstück im Dachgeschoss des Hotels gehen. An diesem besonderen Morgen war ich der erste Gast und hatte somit die wunderbare Möglichkeit, mir den besten Platz auszuwählen. Das Frühstück war, wie gewohnt, reichhaltig und köstlich. Besonders die Leberwurst in den B&B Hotels ist einfach ausgezeichnet und sie zergeht regelrecht auf der Zunge. Da es sich um einen besonderen Montagmorgen handelte, gönnte ich mir an diesem Tag zwei frische Bio-Eier, die perfekt zubereitet waren. In der ersten halben Stunde meines schmackhaften Frühstücks genoss ich die erfrischende Stille und hatte sogar den gesamten Frühstücksraum für mich allein, was sehr angenehm war. Kurz bevor ich fertig war, kam eine Familie mit drei lebhaften Kindern hinzu, was sofort Lebensfreude in den Raum brachte. Ich gönnte mir noch einen Latte Macchiato aus der hochwertigen Kaffeemaschine und genoss ihn in aller Ruhe und Gelassenheit. Im Vergleich zur Nacht von Samstag auf Sonntag war das Hotel überraschend leer und so konnte ich die ruhige Atmosphäre wirklich auskosten.

Nach dem ausgiebigen Frühstück machte ich mich auf den Weg zu meinem Zimmer, um meinen Rucksack für die bevorstehende Rückreise zu packen. Der vertraute Weg vom Hotel zum Bahnhof war mir bestens bekannt und ich konnte das angenehme Wetter auf dem Weg genießen. Mein Zug nach München stand bereits bereit, allerdings nicht auf Gleis 3, wie es im Fahrplan angegeben war, sondern ausnahmsweise auf Gleis 1. Diese unvorhergesehene Änderung führte dazu, dass eine Mitreisende an die Türe des Lokführers klopfte, um zu fragen, ob dies der Zug nach München sei – was absolut nachvollziehbar war. Der Lokführer bestätigte ihr freundlich, dass der Zug tatsächlich von Gleis 1 abfährt. Diese Gleisänderung wurde auch in der DB Navigations-App angezeigt, sodass man den Lokführer nicht hätte stören müssen, aber ich verstehe, dass die Leute auf Nummer sicher gehen wollen. Fragen kostet ja nichts, und in einem freundlichen Ton ist das vollkommen in Ordnung und sogar zu empfehlen.

Die Fahrt begann mit einer Verspätung von nur 60 Sekunden – also mehr als pünktlich und ich war erfreut wahrzunehmen, dass der Zug doch recht modern und gut ausgestattet war. Leider sollte es mit der Pünktlichkeit ab Garmisch-Partenkirchen jedoch schon wieder vorbei sein. Der Zug, der an unseren anschloss, hatte etwa 10 Minuten Verspätung. Das war noch im Rahmen, und es war sicher, dass die Anschlüsse in München erreicht werden konnten, ohne großartige Probleme. Der Zug füllte sich erst ab Tutzing, und bis dahin war ich fast alleine in meinem Abteil, was sehr entspannend war. So konnte ich die wunderbare Landschaft entlang der Strecke in Ruhe genießen und meine Gedanken über das vergangene, aufregende Wochenende schweifen lassen.

Ich stelle immer wieder fest, wie bereichernd das Reisen ist und dass man viel für sich selbst mitnehmen kann. Besonders der freie Handel in einer offenen Gesellschaft trägt dazu bei, dass diese reicher wird – nicht nur finanziell, sondern auch kulturell, was für uns alle von Bedeutung ist. Zudem werden bestimmte Produktionsmethoden durch äußere Einflüsse deutlich verbessert und weiterentwickelt. Nur in einer wirklich offenen Gemeinschaft hat man die Möglichkeit, sein Wissen zu vertiefen und zu erweitern sowie neue Perspektiven zu entdecken. Alleingänge führen oft zum Stillstand oder gar zum Rückschritt in eine Zeit, die man eigentlich hinter sich lassen wollte, was man in der heutigen globalisierten Welt unbedingt vermeiden sollte.

An dieser Stelle möchte ich unterstreichen, dass die Einführung des Deutschland-Tickets zum 1. Mai 2023 das Reisen in Deutschland mit dem Regionalverkehr erheblich vereinfacht und zugänglicher gemacht hat. Man kann viele neue, schöne Orte entdecken, die man vielleicht zuvor nicht in Betracht gezogen hat. Trotz oder gerade wegen mancher Herausforderungen, die unterwegs auftreten können, sind diese Reisen immer wertvoll und bereichernd. Man lernt Land und Leute im ÖPNV viel besser kennen, als wenn man mit dem PKW oder gar dem Flugzeug zum Urlaubsort reist. Sicherlich ist diese Art des Reisens nicht für jeden geeignet oder angenehm, aber sie hat mein Leben auf jeden Fall interessanter gemacht und meinen Horizont erweitert. Ich würde keine meiner Reisen missen wollen, selbst wenn ich manchmal meine Pläne spontan anpassen musste. So bleibt man flexibel und, meiner Meinung nach, auch jünger im Geist und aufgeschlossener.

Dieses Wochenende in Mittenwald wird mir sicherlich lange in Erinnerung bleiben, denn die Eindrücke und Erlebnisse waren einfach unvergesslich. Ich kann es kaum erwarten, meine nächsten spannenden Abenteuer mit dem Deutschland-Ticket und der Bahn zu erleben, neue Orte zu entdecken und die Schönheit der Landschaften zu genießen.

Begleiten Sie mich auf meinen spannenden und vielfältigen Reisen! Ich lade Sie herzlich dazu ein, mich auf diesen Abenteuern zu begleiten und die faszinierenden Orte zu entdecken.