Tierpark Hellabrunn - München
Montag 30.03.2026:
Am ersten Osterferientag in Bayern entschloss ich mich, ein außergewöhnliches Erlebnis zu suchen. In Anbetracht der Möglichkeiten, entschied ich mich, an diesem Montag den Tierpark Hellabrunn in München zu besuchen, um eine Weltreise an nur einem Tag zu unternehmen. Es ist allgemein bekannt, dass eine derartige Reise stets mit spannenden Abenteuern verbunden ist.
Bereits während der Busfahrt von meinem Wohnort erlebte ich mein erstes Abenteuer. Ein neuer MAN-Bus wurde eingesetzt, dessen Duft nach Neuwagen eine frische Atmosphäre vermittelte. Die Start-Stopp-Automatik erwies sich als etwas gewöhnungsbedürftig. Es stellt sich die Frage, warum ein solches System in einem Linienbus implementiert wird, der kontinuierlich anhalten muss; meiner Auffassung nach funktioniert dies nicht optimal. Gleichwohl bietet der Bus modernste Sicherheitsfunktionen, wie die Kameras zur Überwachung des toten Winkels, die potenziell Leben retten können. Insgesamt gestaltete sich die Fahrt in diesem modernen Fahrzeug jedoch als äußerst angenehm, insbesondere aufgrund des deutlichen Platzangebots, das im Vergleich zu älteren Modellen überragte.
Das zweite Abenteuer ließ nicht lange auf sich warten. Der Zug der BRB von Freilassing nach München wies erhebliche technische Mängel auf, sodass viele Bereiche mit Flatterband abgesperrt waren, was die Suche nach einem Sitzplatz zu einer Herausforderung machte. Während der Fahrt erhielten wir als Fahrgäste die Information, dass der Zug in Rosenheim auf Gleis 2 enden würde, sowie die Gründe für die Abstellung des Zuges. Obwohl es für Bahnreisenden oftmals angenehm ist die genauen Gründe zu erfahren, sollten jedoch einige Details nicht mitgeteilt werden. Dennoch wurden diese bereitwillig erwähnt. An dieser Stelle möchte ich die genauen Gründe jedoch auslassen. Des Weiteren wurden wir darauf hingewiesen, dass auf Gleis 3, direkt gegenüber, der Ersatzzug bereitsteht, und wir zügig umsteigen sollten. Unverständlicherweise wurde den Reisenden am Bahngleis nicht mitgeteilt, dass der Zug nicht wie angezeigt von Gleis 2, sondern von Gleis 3 abfahren würde. Dies führte dazu, dass wartende Reisende versuchten, in unseren Zug einzusteigen. Glücklicherweise machte der Lokführer eine Durchsage, die klarstellte, dass der gerade eingefahrene Zug nicht nach München weiterfahren würde, und dass sich alle zu dem Ersatzzug auf Gleis 3 begeben sollten. Diese Klarstellung funktionierte erstaunlich gut. Unsere Weiterfahrt nach München begann fast pünktlich, mit lediglich einer Minute Verspätung. Obwohl dieser kleine Vorfall zunächst Aufregung unter den Passagieren stiftete, ließ diese rasch nach, als sie erkannten, dass der Fahrzeugwechsel in ihrem Interesse war. Die Fahrt von Rosenheim nach München verlief ohne weitere Komplikationen.
Bei meiner Ankunft in München Ost war es erforderlich, die S-Bahn zu nutzen, um zu meinem Umsteigebahnhof Marienplatz zu gelangen. Die Haltestellen Rosenheimer Platz und Isartor wurden aufgrund von Bauarbeiten nicht angefahren, was die Durchfahrt durch einen nahezu leeren Bahnhof etwas irritierend gestaltete. Dennoch gehören auch derartige Erlebnisse zum Reiseablauf.
Die Weiterfahrt mit der U3 zur Haltestelle Thalkirchen (Tierpark) dauerte lediglich gefühlt zehn Minuten. Besonders erfreulich war die Barrierefreiheit des U-Bahnhofs Thalkirchen, die es sowohl mobilitätseingeschränkten Personen als auch Eltern mit Kinderwagen ermöglicht, den Bahnhof ohne Mühe zu nutzen. Besonders lobenswert ist der Umstand, dass keine Treppen den Zugang zum Tierpark erschweren. Der Tierpark ist in etwa fünf Minuten zu Fuß vom U-Bahnhof aus erreichbar. Bereits während des Spaziergangs dorthin hat man die wunderbare Möglichkeit, sowohl die Natur als auch die städtische Umgebung zu genießen. Die Isar lädt hier zu vielfältigen Freizeitaktivitäten ein. Eine Kanustrecke bietet die Möglichkeit, Wassersport zu betreiben, während man am Ufer die Tierwelt der Stadt eindrucksvoll beobachten kann.
Nach meiner Ankunft im Tierpark war mein erster Schritt, an der Kasse mein Ticket für den Zoobesuch zu organisieren. Aufgrund meiner frühen Ankunft am Vormittag war die Warteschlange erfreulicherweise sehr kurz. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, ein Tages- oder Jahresticket online zu erwerben, bevor Sie anreisen, wodurch Sie direkt ohne langes warten Zugang zum Zoo erhalten.
Bereits beim Betreten des Tierparks spürt man die besondere Atmosphäre dieses Ortes. Man wird umgehend von der Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt überwältigt und empfindet eine tiefgreifende Ehrfurcht vor der schützenswerten Umwelt. Innerhalb des Tierparks haben die Besucher die Möglichkeit, die verschiedenen Bereiche mithilfe des Tierparkplans oder durch die vorhandenen Wegweiser zu erkunden. Persönlich entschied ich mich, während meines Aufenthalts den Wegweisern zu folgen. Dies ermöglichte mir, die faszinierenden Giraffen sowie die äußerst entzückenden Erdmännchen zu besuchen. Es ist bemerkenswert, dass das Neugeborene einer Giraffe zum Zeitpunkt der Geburt bereits eine Größe erreicht hat, die meiner jahrelangen Existenz auf dieser Erde entspricht. Die neugierigen und überaus charmanten Erdmännchen schienen an diesem Morgen noch etwas schläfrig zu sein, was ich als Langschläfer gut nachvollziehen kann. Im Anschluss wurde ich von der eleganten Welt der Flamingos magisch angezogen. Die Anmut, mit der diese Tiere sich bewegen, ist schlichtweg beeindruckend, und die Farbe ihres Gefieders ist atemberaubend.
Mein Weg führte mich schließlich zu unseren nächsten Verwandten: den Affen. Die Beobachtung ihrer Verhaltensweisen regt kontinuierlich meine Überlegungen an. Was würde geschehen, wenn diese faszinierenden Tiere nicht mehr existieren würden? In diesem Kontext stelle ich mir insbesondere die Frage, wie wir aktiv zur Erhaltung der Natur und ihrer biologischen Vielfalt beitragen können.
Einen anderen Lebensraum auf unserem Planeten – das Wasser, darf auf keinen Fall bei einer Weltreise fehlen. Überraschenderweise ist dieser Lebensraum, der etwa 71% der Erdoberfläche ausmacht, noch nicht umfassend erforscht. Die beeindruckende und vielfältige Tierwelt, die in diesem Ökosystem existiert, fasziniert mich fortwährend. Zudem weist die Unterwasserflora eine eigene, bemerkenswerte Anziehungskraft auf.
Darüber hinaus führte mich mein Weg in die Welt des Fliegens. Ein Besuch einer Großvoliere stand daher auf meiner Agenda. Die beeindruckende Vielfalt der Vogelwelt ist überwältigend, da die Großvoliere es ermöglicht, den Meistern der Lüfte nahe zu sein. Durch das Durchqueren ihres Lebensraums erhält man die Gelegenheit, die faszinierende Welt der Vögel- und Wasservögel zu beobachten.
Ich hatte das Privileg, Vögel während ihrer Nahrungsaufnahme aus nächster Nähe zu erleben. Umgeben von diesen wunderbaren Tieren habe ich Momente des Glücks erfahren, die meinen Respekt und meine Wertschätzung für die Natur weiter vertieft haben.
Meine Erkundung führte mich zu den beeindruckenden asiatischen Elefanten und den geheimnisvollen Schildkröten. Es fasziniert, wie groß manche Landschildkröten werden und wie unterschiedlich sie aussehen. Die hohe Luftfeuchtigkeit im Schildkrötenhaus könnte jedoch unangenehm sein und stellt eine Herausforderung dar. Leider ist die bezaubernde Dschungelwelt wegen Bauarbeiten derzeit geschlossen, was viele Besucher bedauern.
Ein Tier zog zahlreiche begeisterte Besucher in seinen Bann: der Rote Panda. Besonders beeindruckend und faszinierend sind seine bemerkenswerten Kletterkünste. Viele neugierige Besucher verfolgten mit großer Aufmerksamkeit die agilen und dynamischen Bewegungen dieses äußerst geschickten Geschöpfes im Baum.
Foto: Tierpark Hellabrunn, Petra Stöbe-Piwerka
In Übereinstimmung mit den aktuellen Wetterbedingungen begab ich mich in die Polarwelt. Just als ich die Königspinguine erreichte, setzte ein leichter Schneefall ein. Diese harmonische Interaktion zwischen der Natur und dem Bereich der Polarwelt ermöglichte mir ein vertieftes Verständnis für den Lebensraum der hier ansässigen Tiere. Es sei jedoch angemerkt, dass ein solches spektakuläres Erlebnis nicht bei jedem Besuch garantiert werden kann. Selbstverständlich blieb auch der Besuch der Eisbären nicht aus.
Nach dem faszinierenden Aufenthalt in der Polarwelt setzte ich meine Erkundung in gemäßigteren Regionen fort. Im Nashornhaus hatte ich die Möglichkeit, mich intensiver mit diesen beeindruckenden Tieren zu beschäftigen. Die Eigenschaften und Verhaltensweisen dieser Tierart sind wahrhaft bemerkenswert. Von dort führte mein Weg zur Schneeeule, einem wirklich außergewöhnlich schönen Tier.
Der Abschluss meiner kleinen Weltreise wurde durch den bemerkenswerten Besuch des Mäusehauses besonders bereichert. Es ist beeindruckend, die agilen kleinen Tiere zu beobachten und ihre Verhaltensweisen eingehend zu studieren. Ihre unstillbare Neugier regt zur Reflexion an und erinnert uns an die fundamentale Bedeutung der eigenen Neugierde, um die kleinen Wunder der Welt um uns herum wahrzunehmen. Es ist von großer Wichtigkeit, mit wachem Auge durch diese faszinierende Welt zu schreiten und unser Wissen sowie unsere Erfahrungen dazu zu nutzen, die Diversität der Tier- und Pflanzenwelt für zukünftige Generationen zu bewahren. Ich empfehle daher jedem, einen Zoo oder Tierpark zu besuchen, denn nur das, was wir wirklich kennen, können wir auch schützend bewahren und wertzuschätzen lernen. Der Tierpark Hellabrunn stellt einen hervorragenden Ort für außerschulische Bildung und lehrreiche Erlebnisse dar. Dies konnte ich selbst bei meinem Besuch feststellen, als zahlreiche Kindergartenkinder gemeinsam mit ihren freundlichen Erzieherinnen und Erziehern vor Ort waren und die beeindruckende Tierwelt mit weit aufgerissenen, staunenden Augen erkundeten. Doch nicht nur diesen Bildungseinrichtungen war der Tierpark von Bedeutung; auch viele Eltern wählten diesen wertvollen Ferientag, um gemeinsam mit ihren Kindern die Tierwelt hautnah zu erfahren.
Es ist unerlässlich, niemals aus den Augen zu verlieren, dass wir diese wunderbare Welt nur geliehen haben und daher eine Verantwortung tragen, sie zu schützen. Ein Tag voller Abenteuer vergeht leider viel zu schnell, doch die Erinnerungen an solche Erlebnisse bleiben oft ein Leben lang erhalten.