Museum der Kulturen - Basel

Samstag 20.06.2026:

An diesem herrlichen Samstag entschied ich mich, erneut die Stadt Basel in der Schweiz zu besuchen. Bei meinem letzten Aufenthalt hatte mich insbesondere das Museum der Kulturen fasziniert. Nach einem ausgiebigen Frühstück in Donaueschingen begab ich mich mit dem Zug auf den Weg nach Freiburg im Breisgau, um von dort aus meine Reise nach Basel fortzusetzen.

Da ich zu einer eher unüblichen Zeit reiste, waren die Züge bemerkenswert leer. Ich hatte keinerlei Schwierigkeiten, einen Sitzplatz zu finden, und auch die anderen Reisenden mussten nicht lange nach einem geeigneten Platz suchen. Diesmal wählte ich ab Freiburg die Regionalbahn, die an deutlich mehr Haltestellen hält als der Regionalexpress. Zwar dauerte die Fahrt dadurch etwas länger, jedoch bot sich mir die Gelegenheit, die zahlreichen kleinen und größeren Orte entlang der Strecke nach Basel eingehender zu betrachten. 

Die Regionalbahn fährt zudem etwas langsamer, was mir erlaubte, die atemberaubende Landschaft mit ihren Weinbergen, Feldern und Wiesen in vollem Maße zu genießen. Ich kann mit Überzeugung sagen, dass die Wahl des Verkehrsmittels die absolut richtige Entscheidung war.

Bei meiner Ankunft am Badischen Bahnhof in Basel erwarb ich erneut ein Tagesticket für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), um komfortabel von einem Ort zum anderen zu gelangen. Ein wesentlicher Vorteil der Nutzung des ÖPNV besteht darin, dass die Fahrgäste in modernen, gut klimatisierten Fahrzeugen durch die Stadt befördert werden. An diesem Samstag herrschten erneut hohe Temperaturen, die über 36 °C lagen. In der Stadt fühlte es sich aufgrund der Hitze, die sich in den Straßen staut, noch einmal deutlich wärmer an, da ein erfrischender Wind fehlte.

Ich nahm die Straßenbahn zum Kunstmuseum in Basel, um von dort aus den Weg über das Basler Münster zum Museum der Kulturen zu beschreiten. Vor dem Münster erwartete mich eine beeindruckende Kunstinstallation, da an diesem Tag die renommierte Art Basel in der Stadt stattfand. Somit konnten zahlreiche Kunstwerke und Ausstellungen bewundert werden. Meiner Einschätzung nach ist allein diese Veranstaltung einen Ausflug in die Stadt wert. Mein Ziel war jedoch das Museum der Kulturen, welches ich selbstverständlich eingehend besuchte. Besonders interessiert hat mich die aktuelle Sonderausstellung Die Eule ist Pink.

Diese Ausstellung analysiert die wesentliche Bedeutung von Farben für den Menschen sowie deren kulturelle Interpretationen. Sie veranschaulicht die unterschiedlichen Stimmungen, die Farben hervorrufen können, und bietet umfassende Informationen über deren Bedeutung und Gewinnung. Farben sind nicht lediglich visuelle Phänomene; sie sprechen alle Sinne an. An zahlreichen interaktiven Stationen haben die Besucher die Möglichkeit, die Rohstoffe der Farben zu riechen. Diese Ausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit Kindern sowie Personen mit Sehschwäche oder Blindheit entwickelt, um deren Beziehungen zu und Erfahrungen mit Farben zu präsentieren.

Ich betrachte diese Sonderausstellung als eine außerordentlich bereichernde Erfahrung, die unbedingt besucht werden sollte.

Auch die anderen Dauerausstellungen im Museum sind von erheblichem Interesse. In der Ausstellung Alles lebt haben Sie die hervorragende Gelegenheit, Ihre Vorstellungskraft über die klassischen menschlichen Welten hinaus zu entfalten. Das Museum beschreibt auf seiner Homepage Folgendes:

„Was passiert, wenn Berge, Flüsse, Bäume, Tiere, Pilze, Dinge, Geistwesen, Ahnen und Menschen sich begegnen? Im Fokus der Ausstellung steht die Frage, wie Menschen ihre Beziehungen zu anderen Wesen neu denken und verändern können, um Wege aus der planetaren Krise zu finden.“ Ebd. Lesedatum 09.07.2026

Besonders bemerkenswert ist die Dauerausstellung Memory – Momente des Erinnerns und Vergessens. In dieser Ausstellung hatte ich die Gelegenheit, mich eingehend mit der Relevanz von Erinnerungen für den Menschen und dessen Entwicklung auseinanderzusetzen. Besonders aufschlussreich war der Vergleich der unterschiedlichen Ansätze, mit denen verschiedene Kulturen dieses bedeutende Kapitel des Lebens betrachten. Auf der Website des Museums wird hierzu ausgeführt:

„Wie erinnern sich Menschen an denkwürdige Momente, Personen und Orte? Oft anhand von Dingen. 400 Objekte aus der Museumssammlung zeigen die vielfältigen Formen und kulturellen Praktiken des Erinnerns, aber auch des Vergessens.“ Ebd. Lesedatum 09.07.2026

Die Beschreibung dieses bemerkenswerten Museums auf der offiziellen Webseite ist äußerst präzise. Ich kann mit Nachdruck bestätigen, dass ein Besuch dieser Institution Ihnen die Gelegenheit bietet, die Welt aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Es ist ratsam, neugierig zu bleiben und die Dinge aus einem differenzierten Blickwinkel zu betrachten. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um die vielfältigen Angebote des Museums in aller Ruhe zu erkunden.

Zusammenfassend empfehle ich Ihnen nachdrücklich, dieses Museum zu besuchen. Neben dem kulturellen Erlebnis habe ich auch das lebendige Stadtleben in Basel genossen. Dabei nutzte ich mein Tagesticket für den ÖPNV in Basel, was es ermöglichte, die Stadt entspannt zu erkunden, ohne sich um die Parkplatzsituation für Ihr Fahrzeug kümmern zu müssen.

Auf meinem Rückweg von Basel nach Donaueschingen legte ich einen Zwischenstopp in Freiburg im Breisgau ein. An diesem Samstag fand dort der CSD statt. Das Publikum war vielfältig und lebhaft, was die Atmosphäre äußerst einladend gestaltete.

Bedauerlicherweise verging dieser Samstag, der voller Abenteuer und neuer Erkenntnisse war, viel zu schnell.