Schaffhausen
Sonntag 14.06.2026:
Nachdem ich am Samstag bereits den ganzen Tag in der wundervollen und faszinierenden Stadt Straßburg verbracht hatte, beschloss ich, den Sonntag etwas entspannter und ruhiger zu gestalten. Ich nutzte die Morgenstunden, um auszuschlafen und mich zu erholen, und genoss ein entspanntes und köstliches Mittagessen in Donaueschingen, bevor ich schließlich zum Bahnhof aufbrach.
Meine gewählte Zugverbindung startete äußerst pünktlich und zuverlässig. Obwohl der Zug an einem Sonntagmittag recht gut gefüllt war mit vielen Reisenden, fand jeder Fahrgast, der einen Sitzplatz suchte, auch einen. In Singen (Hohentwiel) hatte ich ausreichend Zeit, um meine Anschlussverbindung mit der S-Bahn nach Schaffhausen zu erreichen. Diese schöne und malerische Strecke wird von der Schweizerbahn betrieben, die für ihren hervorragenden Service bekannt ist.
Die Triebfahrzeuge unterscheiden sich deutlich von den Zügen, die ich bisher von der DB kannte und die ich in der Vergangenheit genutzt habe. Besonders beeindruckt hat mich die durchdachte Sitzplatzgestaltung: Es gibt sowohl 6er- als auch 4er-Sitzgruppen, die für eine angenehme Atmosphäre sorgen. Trotz der erhöhten Anzahl an Plätzen empfand ich das Platzangebot als mehr als ausreichend und angenehm großzügig. Allerdings ist zu beachten, dass die Abteile im Vergleich zu den Waggons in Deutschland deutlich rechteckiger gestaltet sind und die gesamte Technik in einer anderen, modernen Weise untergebracht ist. Zudem fand ich die Farbgestaltung und -vielfalt wesentlich ansprechender als bei der DB oder der ÖBB, was das gesamte Ambiente aufwertet. Mit dem neuen Triebfahrzeug hat das Reisen wirklich Freude bereitet und ich kann es nur weiterempfehlen.
Nachdem ich den Bahnhof von Schaffhausen erreicht hatte, begann ich eine kleine und spannende Erkundungstour durch die historische Altstadt. Ich muss wirklich und ohne Zweifel betonen, dass sich ein Besuch dieser charmanten Stadt absolut lohnt und unvergesslich bleibt. Die zahlreichen kleinen, verwinkelten Gassen mit ihren beeindruckenden historischen Gebäuden und einladenden Plätzen laden förmlich zum Bummeln, Entdecken und Verweilen ein. Auch das gastronomische Angebot ist bemerkenswert vielfältig – von charmanten, inhabergeführten Eisdielen, die köstliche Eisvariationen anbieten, bis hin zu gemütlichen, einladenden Restaurants und lebhaften Bars. Da ich die Stadt an einem Sonntag besuchte, konnte ich leider nicht die vielfältigen Angebote der kleinen und größeren Geschäfte in vollem Umfang nutzen, was sicherlich eine Bereicherung gewesen wäre.
Seit 1991 ist der 14. Juni ein fester und unverzichtbarer Bestandteil des feministischen Protests. In diesem Jahr fand eine besonders große und eindrucksvolle Demonstration im Stadtzentrum statt, bei der sich zahlreiche Aktivistinnen und Unterstützer versammelten, um auf die drängenden Herausforderungen in der unbezahlten Pflege- und Sorgearbeit aufmerksam zu machen. Zudem wurde der Fokus auf die prekären und oftmals belastenden Arbeitsbedingungen in der Pflege und den Sozialberufen gelegt. Entsprechend viele Menschen strömten auf die Straßen, um ihre Solidarität zu zeigen und sich für die Rechte der Betroffenen stark zu machen.
Insgesamt kann ich sagen, dass sich der Ausflug in die Stadt wirklich gelohnt hat, auch wenn die Temperaturen durchaus hoch und die Sonne sehr intensiv war.