Venlo (NL)
Donnerstag 13.08.2026:
Nach einem produktiven Termin in Essen entschloss ich mich, kurzfristig eine Reise nach Venlo in den Niederlanden zu unternehmen. Diese Entscheidung traf ich sowohl als Belohnung für den erfolgreichen Termin, um köstliche Lakritze zu erwerben, als auch um mir ein schmackhaftes Mittagessen zu gönnen. Daher begab ich mich kurz nach 11 Uhr in den RE 1 in Richtung Düsseldorf, um dort in die Regionalbahn nach Venlo umzusteigen. Die Hinfahrt verlief reibungslos, und die Zeit für den Umstieg in Düsseldorf war mehr als ausreichend. Insgesamt gestaltete sich diese Reise als ausgesprochen entspannend.
Bei meiner Ankunft in Venlo führte mich mein erster Weg direkt in die lebhafte Innenstadt. Venlo beeindruckt durch eine Vielzahl an kleinen und größeren Cafés sowie gastronomischen Angeboten. Zudem tragen die zahlreichen inhabergeführten Geschäfte erheblich zum Charme der Stadt bei. Das Warenangebot ist vielfältig, und die Beratung erweist sich als durchweg kompetent und überzeugend.
Ein herausragendes Merkmal der Stadt ist das Rathaus, welches sich zentral im Marktplatz befindet. Derzeit wird eine umfassende Sanierung durchgeführt, wodurch die Fassade derzeit nur auf einen Vorhang sichtbar ist. Dennoch verleiht der Marktplatz, mit seinen Cafés, Bars und gastronomischen Angeboten, eine unverwechselbare Atmosphäre. Nur wenige Schritte entfernt liegt der Stadthafen, der durch seine klare Architektur und die erstklassigen Freizeitangebote in der Natur überzeugt. Bedauerlicherweise sind auch hier die Auswirkungen des Klimawandels deutlich spürbar. Viele Grünflächen sind vertrocknet und erscheinen wenig einladend. Ähnlich wie in zahlreichen Gewässern in Europa ist der Wasserstand niedrig.
Während meines Aufenthalts am Stadthafen nutzte ich die Gelegenheit, neue Energie für meinen Einkaufsbummel durch die Stadt zu tanken. Während dieses Bummels konzentrierte ich mich insbesondere auf den Erwerb von hochwertiger holländischer Lakritze. Nach dem erfolgreichen Kauf von etwa 2 kg Lakritze entschied ich mich, ein traditionelles holländisches Nationalgericht zu genießen, bestehend aus Pommes Spezial und dem köstlichen gebratenen Fisch (Kibbeling). Allein die Möglichkeit, diese beiden Spezialitäten direkt in den Niederlanden zu genießen, rechtfertigt den Besuch vor Ort.
Gestärkt konnte ich schließlich meinen Rückweg ins Münsterland antreten. Die Reise nach Venlo begann jedoch mit einer Verspätung von etwa 10 Minuten. Die Reisenden wurden bereits in der DB-Navigator App darüber informiert, dass einige Wagen des Zuges fehlen würden, was zu einer vollen Abfahrt führte. Glücklicherweise fanden in Venlo alle Passagiere zunächst einen Sitzplatz. Die Reisenden, die an den weiteren Haltestellen zusteigen wollten, hatten jedoch oft Schwierigkeiten, einen Platz zu ergattern. Einige hatten schlichtweg kein Glück und mussten stehen.
Die Fahrt bis Mönchengladbach verlief relativ gut. Ab dem Haltepunkt Mönchengladbach HBF verzögerte sich die Reise jedoch erheblich, sodass ein rechtzeitiger Anschlusszug in Wuppertal nicht mehr möglich war. Mitreisende informierten mich, dass solche Verspätungen auf dieser Strecke ganz normal seien und zu dieser Uhrzeit nicht ungewöhnlich. Die Informationen des Personals der EuroBahn waren eher dürftig. Die Fahrgäste erfuhren erst kurz vor der Abfahrt, dass die Fahrt nach etwa 30 Minuten nach dem Passieren des Regionalexpresses in Richtung Dortmund fortgesetzt werden könne. Trotz der Umstände blieb die Stimmung unter den Fahrgästen relativ gut. Einige entschieden sich, in den Regionalexpress nach Dortmund umzusteigen, da dieser viele Haltepunkte der Regionalbahn 13 überschnitt und sie so früher an ihr Ziel gelangen konnten. Ich selbst wählte die Regionalbahn, da ich meinen geplanten Anschluss in Wuppertal ohnehin nicht mehr erreichen konnte.
Ab Wuppertal nahm ich dann die S9 in Richtung Haltern am See. Aufgrund der späteren Abfahrt war die S-Bahn recht leer, und niemand musste sich Gedanken darüber machen, einen geeigneten Sitzplatz zu finden. Die Strecke von Wuppertal über Essen und Marl nach Haltern am See ist meiner Meinung nach eine Reise wert. Die vielen kleineren und größeren Haltepunkte verdeutlichen die Entwicklung im Ruhrgebiet.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich eine Bahnreise nach Venlo in den Niederlanden auf jeden Fall lohnt. Mit dem Deutschlandticket gelangen Sie direkt in die Innenstadt, was Ihnen die mühsame Parkplatzsuche in der Stadt erspart.